Edna Schöne begrüßt die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der Export Dialog Veranstaltung
25. April 2023

Export Dialog 2023 – Gemeinsam Transformation gestalten

Neuigkeiten

Veranstaltung in Kooperation mit Internationaler Klimaschutzinitiative - Forfaitierungsgarantie, OECD-Reform und Verzahnung von Außenwirtschaftspolitik und wirtschaftlicher Zusammenarbeit als Schwerpunktthemen

Mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus der Exportwirtschaft trafen sich am 20. April zum Export Dialog 2023 bei Euler Hermes in Hamburg. Die Veranstaltung fand erstmals in Kooperation mit der Internationalen Klimaschutz Initiative (IKI) statt. IKI ist Teil der internationalen Klimafinanzzusagen der Bundesregierung. Sie wird seit dem Jahr 2022 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und dem Auswärtigen Amt (AA) umgesetzt.

Mit der IKI unterstützen die drei Ministerien gemeinsam in Entwicklungs- und Schwellenländern Lösungsansätze, um die im Übereinkommen von Paris verankerten, national festgelegten Klimaschutzbeiträge umzusetzen. Beim Export Dialog wurde intensiv darüber diskutiert, wie Außenwirtschaftsförderung und IKI stärker miteinander verzahnt werden können.

 

OECD-Reform treibt grüne Transformation voran

Breiten Raum nahm beim Export Dialog auch die Reform des OECD-Konsensus ein. Nach mehr als fünfjährigen Verhandlungen hatte sich die Europäische Union mit den Mitgliedstaaten der OECD Anfang April auf neue Regeln für die Exportfinanzierung verständigt. Ein Meilenstein ist die lange Kreditlaufzeit von 22 Jahren für Geschäfte, die unter das Klima-Abkommen (CCSU) fallen. Diese Regelung ist geeignet, um die grüne Transformation weiter voranzubringen. Weitere Meilensteine der OECD-Reform sind die flexibleren Rückzahlungsbedingungen sowie vereinfachte Regelungen bei Mindestprämiensätzen und Mindestzinssätzen. Aktuell läuft die technische Umsetzung des Reform-Pakets. Mitte Juli soll der überarbeitete OECD-Konsensus in Kraft treten.

 

Forfaitierungsgarantie erleichtert KMU Finanzierung und verbessert Liquidität

Ein Alleinstellungsmerkmal des Export Dialogs ist es, dass die Gäste die Möglichkeit haben, vor Ort mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu diskutieren. Mit Gerlind Heckmann, Unterabteilungsleiterin Außenwirtschaftsförderung und -finanzierung, und Bastian Kern, Referatsleiter Exportfinanzierung, Exportkreditversicherung, nahmen gleich zwei Ministeriumsvertreter am Export Dialog 2023 teil. Zu Beginn der Veranstaltung wandte sich zudem Staatssekretär Udo Philipp mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.  

Mit Spannung lauschten die Gäste den Ausführungen von Gerlind Heckmann zur Forfaitierungsgarantie.  Mit der Einführung dieses Absicherungsinstruments zum 1. Juli 2023 erfüllt die Bundesregierung das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) noch stärker als bisher mit Bundesdeckungen bei der Finanzierung von Small Tickets zu unterstützen.

Bis dato tun sich die Banken schwer, bundesgedeckte Forderungen anzukaufen, weil sie Sorge haben, dass die angekaufte Forderung nicht rechtsbeständig sein könnte. Mit der Forfaitierungsgarantie werden diese Rechtsbeständigkeitsrisiken zu einem großen Teil durch den Bund abgesichert. Unter dem Strich profitieren exportorientierte KMU von der Forfaitierungsgarantie auf gleich zweifache Weise. Zum einen verbessert sie die Finanzierung von kleinvolumigen Geschäften und zum anderen verschafft sie dem Unternehmen mehr Liquidität.

Der Export Dialog 2023: Neues Format. Starke Rednerinnen und Redner. Interessante Panels und viele gute Nachrichten, die beim anschließenden Get-together weiter vertieft wurden. Eine tolle Veranstaltung – so die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer - die 2024 auf jeden Fall wiederholt werden sollte.

Stimmen der Veranstaltung

Warum sind die Exportkreditgarantien für Ihr Unternehmen wichtig?

Die Umsätze, die wir über dieses Instrument generieren, können wir als Unternehmen ansonsten nicht erzielen.

Matthias Bahr, Wirtgen Group

Wir brauchen Institutionen, die Risiken mit uns und mit den Importeuren teilen. Und da ist die Hermesdeckung ein ganz wesentlicher Faktor.

Sandra Halver-Simons, SMS Group

Wenn die Exportkreditgarantien des Bundes ein Instrument wären, welches wäre es und welche Rolle spielt es im Orchester der Außenwirtschaft?

Ein Klavier. Das kann die ganze Bandbreite spielen. Es ist im Orchester ein sehr zentrales Instrument, was mal vorne ein Solo geben kann, aber auch begleitend im Hintergrund stehen kann.

Gerlind Heckmann, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Wofür sind Sie dem Bund und den Exportgarantien dankbar?

Dass wir international wettbewerbsfähig sind. Egal, in welchem Markt wir uns finden.

Christian Etzel, TraFinScout

Wofür sind Sie dem Bund und den Exportgarantien dankbar?

Die deutsche Exportwirtschaft ist in vielen Bereichen tätig, wo wir Unternehmen tätig haben wollen – z.B. bei der Forcierung der Transformation.

Dr. Philipp Behrens, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

UFK-Panel Export Dialog

In welcher Form können die UFK-Garantien des Bundes zur Diversifikation bei der Rohstoffversorgung beitragen?

Die UFK-Garantien können dazu beitragen, Finanzierungen stabiler und Projekte bankable zu machen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine stärkere Diversifizierung bei der Rohstoffversorgung und Energiesicherheit Deutschlands.

Dr. Bastian Kern, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Das Handelsblatt schreibt 2025 über die Exportkreditgarantien des Bundes. Sie sind der Überschriftenredakteur. Wie lautet Ihre Headline? 

Wichtigstes Instrument, um die Energietransformation zu ermöglichen.

Jörg Steinhäuser, Siemens Energy

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Bild: Mann im Lager