Ein Mann und zwei Frauen lachend an einem Schreibtisch stehend

Vereinte Kompetenzen stärken die deutsche Exportwirtschaft

Neue Märkte erschließen - Chancen für Unternehmen

Verzahnung der Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit des Bundes

Die Bundesregierung steht an der Seite der deutschen Exportwirtschaft und verfolgt das Ziel, Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftspolitik durch Partnerschaften miteinander zu verzahnen. 

Die Herausforderungen der globalen Wirtschaft erfordern neue Formen der Zusammenarbeit. Um die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in Partnerländern zu fördern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf internationalen Märkten zu stärken, werden unterschiedliche Instrumente und Initiativen gebündelt – von der Außenwirtschaftsförderung über Investitions- und Exportfinanzierungen bis hin zu Programmen der Entwicklungszusammenarbeit.

Mit der Verzahnung schaffen die nachfolgend aufgeführten Initiativen bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, Handel und nachhaltiges Wachstum.

Team Germany

Mit dem Team Germany-Ansatz bündelt die Bundesregierung die Kompetenzen verschiedener Akteure der Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit. Ministerien, Förderbanken, Durchführungsorganisationen und die deutsche Wirtschaft arbeiten dabei eng zusammen, um Unternehmen bei internationalen Projekten bestmöglich zu unterstützen.

Die Exportkreditgarantien des Bundes sind ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes. Sie helfen deutschen Unternehmen, internationale Geschäftschancen auch in anspruchsvollen Märkten wahrzunehmen, indem sie Risiken aus Exportgeschäften absichern. Gemeinsam mit weiteren Finanzierungs- und Förderinstrumenten tragen sie dazu bei, deutsche Technologie und Know-how weltweit erfolgreich einzusetzen.

Mit dem Team Germany-Ansatz bündeln Bundesregierung, Förderbanken, Außenwirtschaftsförderung, Entwicklungszusammenarbeit und die deutsche Wirtschaft ihre Aktivitäten in Partnerländern. Ziel ist es, deutsche Unternehmen bei Investitionen und Exporten zu unterstützen und gleichzeitig nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zu fördern. Durch die enge Zusammenarbeit von Institutionen wie dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der KfW, der DEG, der GIZ sowie den Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung entstehen integrierte Angebote für Unternehmen und Partnerländer.

Ein wichtiger Meilenstein für die Zusammenarbeit war die Unterzeichnung eines gemeinsamen Mission Statements durch die Akteure des Team Germany. Darin bekräftigen sie ihr gemeinsames Ziel, Unternehmen künftig noch enger zu begleiten, Förderinstrumente besser miteinander zu verzahnen und den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

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Global Gateway & Global Gateway Investment Hub

Mit der Initiative Global Gateway unterstützt die Europäische Union den Ausbau nachhaltiger und hochwertiger Infrastruktur weltweit. Ziel ist es, Investitionen in den Bereichen Energie, Verkehr, Digitalisierung, Gesundheit und Bildung zu fördern und gleichzeitig die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Partnerländern zu stärken.

 

Unternehmen können das Angebot der Europäischen Kommission zur Unterstützung über den Global Gateway Investment Hub in Anspruch nehmen. Konkret steht für deutsche Unternehmen die deutsche Anlaufstelle des Investment Hubs zur Verfügung. Sie wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Auswärtigen Amt verantwortet. Beteiligt sind darüber hinaus die Akteure des Team Germany. Die Institutionen innerhalb der Anlaufstelle betreuen deutsche Unternehmen bei der Vorbereitung des GGIH-Antrags und übernehmen die Antragsbearbeitung.

 

Für deutsche Unternehmen eröffnet Global Gateway vielfältige Geschäftsmöglichkeiten bei internationalen Infrastruktur- und Transformationsprojekten. Exportkreditgarantien des Bundes können dabei einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie deutsche Lieferungen und Leistungen absichern und Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte unterstützen. So ergänzt Global Gateway und der Investment Hub die Instrumente der deutschen Außenwirtschaftsförderung und trägt zur Umsetzung nachhaltiger Entwicklungs- und Wachstumsziele bei.

Weitere Informationen zu Global Gateway und der europäischen Konnektivitätsstrategie finden Sie über nachfolgende Verlinkung.

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Germany Trade & Invest (GTAI)

Germany Trade & Invest (GTAI) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland und unterstützt deutsche Unternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte. Mit Marktanalysen, Brancheninformationen, Länderberichten und Hinweisen zu Ausschreibungen liefert GTAI wichtige Informationen für Export- und Investitionsvorhaben. Als zentraler Akteur der deutschen Außenwirtschaftsförderung arbeitet GTAI eng mit den Auslandshandelskammern (AHKs), den Bundesministerien und weiteren Partnern im Team Deutschland zusammen.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die Bundesregierung bei der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Im Auftrag verschiedener Bundesministerien begleitet sie Partnerländer unter anderem bei der Förderung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen, der Energiewende, dem Klimaschutz sowie der beruflichen Bildung und dem Aufbau resilienter Lieferketten.

Durch ihre Projekte schafft die GIZ Rahmenbedingungen, die deutschen Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern und nachhaltige Investitionen fördern. Gemeinsam mit den Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung – darunter Exportkreditgarantien, UFK-Garantien und Investitionsgarantien – trägt sie dazu bei, wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltiges Wachstum und internationale Partnerschaften miteinander zu verbinden.

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Förderlotse Wachstumsmärkte

Der Förderlotse Wachstumsmärkte unterstützt Unternehmen dabei, passende Förder- und Finanzierungsinstrumente für ihre internationalen Projekte zu finden. Das Online-Angebot bündelt Informationen zu den Instrumenten der deutschen Außenwirtschaftsförderung – von der Exportfinanzierung über Investitionsförderung bis hin zu Angeboten der Entwicklungszusammenarbeit – und erleichtert Unternehmen den Zugang zu den zuständigen Ansprechpartnern.

Der Förderlotse trägt damit dazu bei, die vielfältigen Unterstützungsangebote der Bundesregierung transparent zu machen und Unternehmen bei der Erschließung neuer Wachstumsmärkte zu begleiten.

Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK-Garantien) 

UFK-Garantien (Garantien für Ungebundene Finanzkredite) ergänzen die Außenwirtschaftsförderung, indem sie die Finanzierung internationaler Rohstoffprojekte absichern. Sie unterstützen Unternehmen und Kreditgeber bei Vorhaben, die der langfristigen Versorgung Deutschlands mit strategisch wichtigen Rohstoffen dienen. Damit leisten UFK-Garantien einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung von Bezugsquellen, zur Stärkung resilienter Lieferketten und zur Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Gemeinsam mit den Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien bilden sie einen zentralen Baustein der Außenwirtschaftsförderung des Bundes.

Investitionsgarantien des Bundes

Investitionsgarantien des Bundes schützen deutsche Unternehmen bei Direktinvestitionen im Ausland vor politischen Risiken wie Enteignung, Krieg oder Transferbeschränkungen. Sie schaffen Planungssicherheit und erleichtern Investitionen insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie in strategisch wichtigen Zukunftsmärkten. Als Teil der Außenwirtschaftsförderung ergänzen sie die Exportkreditgarantien und UFK-Garantien und tragen dazu bei, deutsche Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte und dem Aufbau internationaler Wertschöpfungsketten zu unterstützen.

Beteiligung an internationalen Messen über das Auslandsmesseprogramm

"German Pavilion" ist die Bezeichnung für den offiziellen Gemeinschaftsstand deutscher Unternehmen auf Messen weltweit im Rahmen der Auslandsmesseprogramme des Bundes. Als Aussteller präsentieren die deutschen Unternehmen hier ihre Produkte und Dienstleistungen unter der Marke "made in Germany".

Die Beteiligung an Messen und Ausstellungen im Ausland ist eines der wichtigsten und effektivsten Instrumente des Exportmarketings der deutschen Wirtschaft. Auslandsmessen bieten eine Plattform für Ein- und Verkauf, Investition und Kooperation im Ausland und haben darüber hinaus als Informations- und Kontaktforum eine herausragende Bedeutung.

Durch die offizielle Beteiligung an ausgewählten Messen und Ausstellungen im Ausland schafft die Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) – für ihre Exportwirtschaft die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Nutzung dieses Marketinginstruments. Sie trägt damit zur langfristigen Sicherung von Absatzmöglichkeiten und Arbeitsplätzen der Exportwirtschaft bei.

Die Auswahl der Auslandsmessebeteiligungen erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA), der die Interessen der Wirtschaft koordiniert und die besonderen Belange der mittelständischen Wirtschaft einbezieht.

Neben günstigen Beteiligungskonditionen profitieren ausstellende Unternehmen unter anderem von folgenden Leistungen:

  • Organisatorische Betreuung durch eine deutschsprachige Durchführungsgesellschaft im Inland und am Messeort,
  • Überlassung von Ausstellungsfläche in unterschiedlichen Größen,
  • Allgemeine Standgestaltung und Ausstattung,
  • Unterstützung bei der Standdekoration durch einen Architekten und ein Messestandbau-Unternehmen,
  • Beleuchtung bzw. Stromanschluss im Stand,
  • Einheitliche Standbeschriftung,
  • Benutzung einer Lounge für Kundengespräche inkl. Catering,
  • Weitere messespezifische Begleitmaßnahmen und Dienstleistungen.

Durch die Gestaltung der Messestände unter der Dachmarke „made in Germany“ entsteht ein gemeinschaftlicher Auftritt, der hochwertige Erzeugnisse aus Deutschland ausgezeichnet präsentiert. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen profitieren davon, sich als Teil des German Pavilion international präsentieren und vernetzen zu können.

Auf diese Weise unterstützt der Bund den Mittelstand und sorgt außerdem für weltweite Bekanntheit von Dienstleistungen und Produkten aus Deutschland. Gleichzeitig können Messe-Besucher aus aller Welt ihre potenziellen deutschen Partner am German Pavilion gesammelt antreffen.

 

Ausführliche Informationen, einen Überblick über alle Messen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie über nachfolgenden Link.

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Ukraine-Wiederaufbau

Der Wiederaufbau der Ukraine zählt zu den bedeutendsten internationalen Wirtschafts- und Infrastrukturvorhaben der kommenden Jahre. Die Bundesregierung unterstützt deutsche Unternehmen dabei, sich an diesem Prozess zu beteiligen.

Exportkreditgarantien schaffen die notwendige Sicherheit für Lieferungen und Leistungen deutscher Unternehmen und erleichtern die Finanzierung von Projekten in einem herausfordernden Umfeld. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit und zum Wiederaufbau des Landes.

Africa Business Network und Compact with Africa

Im Rahmen der deutschen Afrika-Politik unterstützt die Bundesregierung Unternehmen beim Markteintritt und bei Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent. Das Africa Business Network informiert über Geschäftsmöglichkeiten und Förderangebote. Der „Compact with Africa“, eine Initiative der G20, verbessert Investitionsbedingungen in ausgewählten afrikanischen Partnerländern und schafft damit neue Chancen für deutsche Unternehmen.

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Jennifer Loewen
Head of Economic Research & International Markets
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