
Export Insights – August 2026
Willkommen zu Export Insights – Der Newsletter mit neuem Namen und frischem Blick
Seit mehr als 75 Jahren begleiten wir die deutsche Exportwirtschaft mit Expertise und verlässlichen Informationen. Unser Newsletter hat sich dabei ständig weiterentwickelt – die Welt der Exportabsicherung und -finanzierung wird komplexer, und auch unsere Inhalte werden immer vielfältiger.
Der EKG-Report war lange Zeit unser Aushängeschild – mit wertvollen Informationen aus dem Interministeriellen Ausschuss (IMA) und darüber hinaus. Doch ein Name allein reicht nicht mehr aus, um die Vielfalt der Exportwelt abzubilden. Dies ist Anlass, unserem EKG-Report ein neues Gesicht mit neuem Namen zu geben: Export Insights.
Was Sie zusätzlich zu den bisherigen Themen erwartet: Markttrends und Chancen für Ihr Geschäft, Erfolgsgeschichten aus aller Welt, Stimmen aus unserem Netzwerk, praktische Tipps und kompakte Updates – plus spannende Fakten, die Sie vielleicht noch nicht kannten.
Mit dem neuen Namen kommt auch ein überarbeitetes Layout, das unsere Inhalte noch besser zur Geltung bringt. Wir bleiben unserem Versprechen treu und liefern Ihnen weiterhin die wichtigsten Erkenntnisse aus der Welt der Exportabsicherung und ‑finanzierung – und damit noch mehr Mehrwert.
Viel Freude beim Lesen!
Neue Shopping-Line für Enel stärkt deutsche Exporte im Energiesektor
Die Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland unterstützen erneut die Einbindung deutscher Unternehmen in internationale Energieprojekte: Für den italienischen Energiekonzern Enel wurde eine Finanzierung unter einer grünen Shopping-Line-Deckung in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro abgesichert. Die Finanzierung selbst wird von einem internationalen Bankenkonsortium bereitgestellt.
Die innovative Shopping-Line-Deckung des Bundes ermöglicht Enel, Investitionen flexibel über verschiedene Konzerngesellschaften hinweg zu finanzieren und dabei weltweit Lieferungen und Leistungen deutscher Lieferanten zu beziehen. Statt einzelne Lieferverträge jeweils separat zu finanzieren, können unter einem gemeinsamen Finanzierungsrahmen Produkte und Dienstleistungen verschiedener deutscher Anbieter bezogen werden. Das reduziert den administrativen Aufwand, erhöht die Flexibilität auf Käuferseite und verbessert die Wettbewerbschancen deutscher Unternehmen auf internationalen Märkten. Neben der Finanzierung einzelner Projekte werden so langfristige Geschäftsbeziehungen zwischen internationalen Abnehmern und deutschen Exporteuren gefördert.
Team Germany: Bessere Unterstützung für Ihr Auslandsgeschäft
Deutsche Unternehmen sollen bei Exportgeschäften und Auslandsprojekten künftig reibungsloser und koordinierter unterstützt werden – von der Absicherung über die Finanzierung bis hin zur erfolgreichen Markterschließung und -positionierung. Dafür haben zehn Institutionen der deutschen Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit auf der Hamburg Sustainability Conference 2026 ein gemeinsames Mission Statement unterzeichnet.
Was wurde vereinbart?
Als „Team Germany" bestätigen die Unterzeichner – darunter die Euler Hermes AG, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die KfW Entwicklungsbank, die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und Germany Trade & Invest (GTAI) – einen neuen Arbeitsmodus: Bestehende Spielräume der Instrumente werden konsequent genutzt, Hürden in der Zusammenarbeit aktiv abgebaut und Übergaben bei konkreten Geschäften und Kunden besser koordiniert. Die Initiative ist ein klares Bekenntnis und Signal der Leitungsebene der verschiedenen Institutionen, die auch vom Bundeswirtschaftsministerium, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und vom Auswärtigem Amt flankiert wird.
Was bedeutet das für Sie?
Euler Hermes bringt als staatliche Exportkreditversicherung ihre Kernkompetenz ein, attraktive Finanzierung von Exportgeschäften und die Mobilisierung von privatem Kapital zu ermöglichen. Durch die engere Verzahnung mit den Partnerinstitutionen profitieren Sie von abgestimmten Prozessen und im besten Fall einem attraktiveren Gesamtangebot – ob bei der Exportfinanzierung, der Risikoabsicherung oder der Erschließung neuer Märkte.
Neue Folge des Podcasts „Export Echo“: Solar Power for Angola: Global Gateway, Team Germany & Rural Electrification
Die Energiewende voranbringen, die wirtschaftliche Entwicklung fördern und gleichzeitig neue Exportmöglichkeiten für deutsche Unternehmen schaffen – wie das gelingen kann, zeigt das Rural Electrification Project in Angola. In der aktuellen Folge des Podcasts Export Echo erläutern Expertinnen und Experten, welche Rolle die Initiative Global Gateway, die Zusammenarbeit im Team Germany und die Exportkreditgarantien des Bundes bei der Umsetzung solcher Großprojekte spielen.
Das Rural Electrification Project in Angola zählt zu den größten Projekten in Subsahara-Afrika, die durch die Exportkreditgarantien des Bundes unterstützt werden. Ziel ist es, mehr als eine Million Menschen in 60 ländlichen Gemeinden zuverlässig mit Strom zu versorgen – durch den Ausbau des Stromnetzes sowie dezentrale Solar- und Batteriesysteme. Mehr zum Projekt.
Im Gespräch erläutern Jenny Tala, Director Southern Africa bei Germany Trade & Invest (GTAI), und Rodrigo Costeira, Head of Structured Finance bei der MCA Group, wie die EU-Initiative Global Gateway, die Zusammenarbeit im Team Germany und mithilfe der Exportkreditgarantien des Bundes die Umsetzung solcher Großprojekte ermöglichen.
Das Projekt zeigt, wie deutsche Exporteure – darunter zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette von internationalen Infrastrukturvorhaben profitieren können. Gleichzeitig schaffen Exportkreditgarantien die notwendige Finanzierungssicherheit für langfristige Investitionen in Wachstumsmärkten.
In der aktuellen Folge von Export Echo erfahren Sie mehr über Global Gateway, EPC-Projekte und die Chancen für deutsche Unternehmen in Afrika.
Was Unternehmen aus der aktuellen Export Echo-Folge mitnehmen können
- Frühzeitig auf Team Germany setzen: GTAI, Exportkreditgarantien, GIZ und andere bieten aus einer Hand Unterstützung bei Marktanalyse, Finanzierung und Risikomanagement.
- EPC-Strukturen als Markteinstieg nutzen: Auch ohne eigene Projektleitungskompetenz können KMU als Lieferanten und Dienstleister in internationale EPC-Projekte eingebunden werden.
- Bundesdeckungen frühzeitig prüfen: Die Integration von Exportkreditgarantien in die Projektstruktur verbessert Finanzierungskonditionen und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit.
- Afrika als Wachstumsmarkt ernst nehmen: Subsahara-Afrika bietet erhebliches Potenzial im Bereich Infrastruktur und erneuerbare Energien – das Angola-Projekt zeigt, dass auch schwierige Umfelder beherrschbar sind.
- Risikomanagement von Beginn an einplanen: Professionelles Strukturieren der Finanzierung und Risikoverteilung ist entscheidend für den Projekterfolg bei Großvorhaben.
Näher am Kunden, stärker im Markt – Phillip Lang als neuer Firmenberater bei den Exportkreditgarantien
Seit 1. Januar 2026 verstärkt Phillip Lang das Team der Exportkreditgarantien. Als Firmenberater begleitet er deutsche Exporteure und Banken bei der Absicherung ihrer internationalen Geschäfte und unterstützt sie dabei, Exportfinanzierungen erfolgreich umzusetzen. Im Interview spricht er über seine ersten Eindrücke, aktuelle Herausforderungen der Exportwirtschaft und darüber, warum flex&cover für viele Unternehmen ein echter Fortschritt sein kann.
Du bist seit einigen Wochen als Firmenberater tätig. Welche ersten Eindrücke hast Du gewonnen?
Was mich in den ersten Monaten besonders begeistert hat, ist die Vielfalt der Unternehmen, die wir begleiten. Vom familiengeführten Mittelständler bis zum Weltmarktführer hat jedes Exportgeschäft seine eigene Geschichte. Besonders spannend finde ich die vielen Besuche bei Unternehmen in meinem Betreuungsgebiet. An einem Tag bin ich bei einem Maschinenbauer, am nächsten bei einem Technologieunternehmen oder einem Hersteller von Spezialprodukten. Dabei trifft man immer wieder auf Hidden Champions, die in ihren Nischen weltweit Maßstäbe setzen.
Beeindruckt hat mich aber auch die Zusammenarbeit bei Euler Hermes. Gerade während meines Onboardings habe ich erlebt, wie viel Erfahrung und Know-how bei den Kolleginnen und Kollegen vorhanden ist. Gleichzeitig herrscht eine große Bereitschaft zu unterstützen und Wissen zu teilen. Das hat mir den Einstieg sehr erleichtert. Besonders gefreut hat mich, wie herzlich mich das Team Market aufgenommen hat. Obwohl wir über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind, spürt man einen starken Teamgeist und einen engen Austausch.
Was reizt Dich besonders an Deiner neuen Rolle?
Der direkte Austausch mit Exporteuren und Banken. Mich motiviert vor allem der Moment, wenn aus einer ersten Anbahnung ein konkretes und erfolgreich abgesichertes Exportgeschäft wird. Oft begleitet man ein Vorhaben über viele Monate. Dadurch entsteht Vertrauen und man erlebt ganz unmittelbar, wie gute Beratung dazu beitragen kann, dass aus einer Geschäftsidee ein erfolgreicher Auftrag wird.
Welche Herausforderungen beschäftigen deutsche Exporteure aktuell am stärksten?
Die internationale Geschäftswelt ist in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Geopolitische Spannungen, veränderte Handelsbeziehungen und ein intensiver internationaler Wettbewerb sorgen dafür, dass viele Entscheidungen unter größerer Unsicherheit getroffen werden müssen als noch vor wenigen Jahren.
Viele Unternehmen stehen vor der Frage, welche Märkte künftig Wachstum bieten und wie sich Chancen nutzen lassen, ohne dabei unkalkulierbare Risiken einzugehen. Gleichzeitig reicht eine gute Produktqualität allein oft nicht mehr aus, um einen Auftrag zu gewinnen. Immer häufiger entscheidet auch die Finanzierung über den Zuschlag. Viele ausländische Kunden möchten hochwertige deutsche Produkte beziehen, benötigen dafür aber passende Zahlungsziele oder Finanzierungslösungen.
Wer heute exportiert, konkurriert nicht nur mit Produkten, sondern auch mit Finanzierungslösungen.
Welche Rolle spielen die Exportkreditgarantien in diesem Marktumfeld?
Exportkreditgarantien schaffen Sicherheit für Unternehmen und Finanzierungspartner. Sie ermöglichen es Exporteuren, auch in anspruchsvollen Märkten wettbewerbsfähige Angebote abzugeben und ihren Kunden attraktive Finanzierungsmöglichkeiten anzubieten. Für viele Exporteure ist die Bundesdeckung der Unterschied zwischen einer guten Geschäftschance und einem tatsächlichen Auftrag.
Wie unterstützt Du Unternehmen konkret bei der Nutzung der Exportkreditgarantien?
Unsere Arbeit beginnt häufig lange vor einem Deckungsantrag. Wir sprechen mit Unternehmen über ihre Vorhaben, zeigen passende Absicherungs- und Finanzierungsmöglichkeiten auf und unterstützen dabei, die richtige Lösung zu finden. Gerade Unternehmen, die bisher noch keine Hermesdeckung genutzt haben, profitieren von der persönlichen Beratung. Viele sind überrascht, welche Möglichkeiten sich durch die Exportkreditgarantien eröffnen und wie sie dadurch ihr Angebot für ausländische Kunden deutlich attraktiver gestalten können.
Aber auch erfahrene Deckungsnehmer profitieren vom engen Austausch. Als Firmenberater unterstützen wir bei komplexen Vorhaben und helfen dabei, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen.
Mit flex&cover wurde die Prüfung der Förderungswürdigkeit um einen neuen Ansatz ergänzt. Wie würdest Du das Konzept in wenigen Sätzen erklären?
flex&cover steht für einen echten Perspektivwechsel. Der Bund betrachtet nicht mehr ausschließlich die einzelne Transaktion auf Basis des Warenursprungs aus Deutschland, sondern stärker den gesamten Beitrag eines Unternehmens für den Standort Deutschland. Faktoren wie Beschäftigung, Forschung und Entwicklung, Investitionen sowie die Verankerung des Unternehmens am Standort Deutschland rücken dabei stärker in den Mittelpunkt. Der Fokus verschiebt sich von der einzelnen Transaktion hin zum Gesamtbeitrag für den Standort Deutschland.
Welche Vorteile bietet flex&cover für Unternehmen im Alltag?
Der größte Vorteil ist die Vereinfachung. Unternehmen mit flex&cover-Status müssen den Warenursprung nicht mehr für jedes Exportvorhaben neu nachweisen. Das reduziert den administrativen Aufwand erheblich und schafft Planungssicherheit. Gerade bei globalen Lieferketten bedeutet das mehr Flexibilität. Unternehmen können ihre Beschaffungs- und Produktionsstrukturen stärker an wirtschaftlichen Anforderungen ausrichten und sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: erfolgreiche Geschäfte mit ihren Kunden.
Welche Rückmeldungen erhältst Du von Exporteuren zu flex&cover?
Die Resonanz ist durchweg positiv. Viele Unternehmen begrüßen, dass die Exportförderung stärker an der Realität moderner Wertschöpfungsketten ausgerichtet wird. Für einige eröffnet flex&cover erstmals einen einfacheren Zugang zu den Instrumenten der Exportkreditgarantien. Andere können ihren Kunden dadurch noch passgenauere und wettbewerbsfähigere Angebote machen. Entsprechend groß ist das Interesse am neuen Ansatz.
Was würdest Du einem Exporteur sagen, der sich noch nicht näher mit flex&cover beschäftigt hat?
Ganz einfach: Sprechen Sie uns Firmenberater an. In einem ersten Gespräch lässt sich oft schnell einschätzen, welche Chancen flex&cover für Ihr Unternehmen bieten kann. Viele Unternehmen entdecken dabei Potenziale, die sie bislang noch nicht berücksichtigt hatten.

Worauf freust Du Dich in Deiner neuen Rolle am meisten?
Auf die Begegnungen mit den Unternehmen vor Ort. Dort erlebt man unmittelbar, wie viel Innovationskraft, Know-how und Unternehmergeist in der deutschen Exportwirtschaft steckt. Das wird oft erst sichtbar, wenn man die Unternehmen persönlich besucht. Gleichzeitig wird deutlich, welche Bedeutung erfolgreiche Exportgeschäfte für die Beschäftigten, den Standort und auch für ganze Regionen haben. Genau darauf freue ich mich: zu sehen, wie aus internationalen Geschäftschancen konkrete Aufträge, Investitionen und langfristige Perspektiven entstehen.
Bild: Phillip Lang, Firmenberater, Region Frankfurt a.M.
Neuer Claim für die UFK-Garantien
Versorgung stärken. Finanzierung sichern. Zukunft gestalten.
Auch die UFK-Garantien erhalten einen neuen Claim, der ihren Zweck prägnant auf den Punkt bringt: Sie unterstützen die Finanzierung von Projekten zur Rohstoffsicherung und leisten damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit sowie zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Wie bei den Exportkreditgarantien ist der Claim Teil der Weiterentwicklung der Kommunikation für die Außenwirtschaftsförderungsinstrumente des Bundes und wird künftig in den verschiedenen Kommunikationsmedien der UFK-Garantien eingesetzt.
Kalkulieren Sie Ihre Prämie noch einfacher mit neuen Funktionen im Online-Entgeltrechner
Entdecken Sie die neuen Möglichkeiten des digitalen Entgeltrechners, der die Prämienkalkulation deutlich vereinfacht. Das Tool ermöglicht eine schnelle und intuitive Berechnung des Entgelts, und das ganz ohne Download oder Log-in.
Der Online-Entgeltrechner:
- ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar,
- beinhaltet die wesentlichen Kernprodukte und Standardkalkulationen,
- bildet viele Varianten ab, wie bspw. mehrere Raten bei kurzfristigen Deckungen,
- bedient unterschiedliche Anwendungsfälle, von der ersten Indikation bis zur Detail-Berechnung und
- stellt die Ergebnisse in übersichtlichem Layout als PDF zur Verfügung.
Das Entwicklungsteam baut den Online-Entgeltrechner kontinuierlich aus. Das Ziel: Perspektivisch sollen sämtliche Kalkulationen im Tool möglich sein und das bestehende Excel-Tool vollständig ersetzen.
Neugierig? Probieren Sie auch unsere weiteren Self-Service-Angebote der Exportkreditgarantien. Sie finden beispielsweise unseren Machbarkeits- oder unseren Klima-Check.
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